
Das Projekt

Eine SBB Abstellanlage mitten im Wohnquartier
Gemäss Aussage der SBB braucht es ab 2035 mehr Abstellplätze für Züge. Dafür prüft sie beim Bahnhof Kempten das Gebiet Binzacher. Geplant ist eine Abstellhalle für 12 Züge mit 6 Gleisen à 340 Meter Länge. Insgesamt 15'000m2 - mitten im Wohnquartier.
Kempten ist für die SBB praktisch, denn sie besitzen dort bereits Land (rot markiert). In die Gestaltung einbezogen werden soll aber auch das umliegende Gebiet (blau markiert).
Betriebsoptimierung auf Kosten der Lebensqualität
Die Auswirkungen des Projektes wären für die Bevölkerung verheerend. Nächtliche Rangier- und Bremsgeräusche, Erschütterungen, Dauerbeleuchtung, Reinigungsarbeiten rund um die Uhr und Betriebsbewegungen ab 4.30 Uhr bis spät nach Mitternacht. Für uns ist klar: Der Schutz der Wohnbevölkerung muss über den betrieblichen Interessen der SBB stehen. Wirtschaftlichkeit darf nicht zulasten der Anwohnerinnen und Anwohner gehen.
Abstellgleise gehören nicht in dicht besiedelte Wohnquartiere.


Es betrifft ganz Wetzikon
Das geplante Vorhaben hat nicht nur auf hunderte Haushalte rund um das Gebiet beim Bahnhof Kempten und Binzacher Auswirkungen. Mit einer Abstellanlage im Binzacher werden die Zugbewegungen zwischen dem Bahnhof Kempten und Wetzikon massiv zunehmen und alle Wetzikerinnen und Wetziker in Gleisnähe betreffen. Tagsüber und nachts - 365 Tage im Jahr.
Dazu kommt, dass die Stadt für das Gebiet bereits umfassende und sinnvolle Entwicklungspläne hat. Diese werden durch das Projekt verhindert.
Dieses Projekt bringt ganz Wetzikon nur Nachteile
Wechsel zu alternativen Standorten - die SBB wählt bisher den einfachsten Weg
Bei ausgewiesenem Bedarf an weiteren Abstellanlagen sind Standorte ausserhalb dicht besiedelter Gebiete zu wählen. z.B. Cherschiben und Bahnhof Aathal. Der Schutz des Kulturlandes darf nicht über die Lebensqualität der BewohnerInnen gestellt werden.
Da die SBB schon Land besitzt, verfolgt sie mit Kempten den einfachsten Weg - auf Kosten der Wetzikerinnen und Wetziker.
Eine solche Anlage gehört an Standorte ausserhalb dicht besiedelter Gebiete.


Wir sind nicht gegen die Bahn
Viele von uns fahren täglich mit der SBB. Wir schätzen einen starken öffentlichen Verkehr. Dieser darf aber nicht auf Kosten der Gesundheit jener gebaut werden, die ihn tagtäglich nutzen. Die SBB darf ihre Eigeninteressen nicht über das Wohl der betroffenen Bevölkerung stellen.
Dagegen wehren wir uns!
